ERP & ERP-Clouds in der Logistik

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Bild: Fotolia / NicoEINino

ERP, Cloud – Computing, hybride Systeme – Begriffe, denen man dieser Tage häufig begegnet. Doch was bedeutet ERP? Und welchen Nutzen bringen ERP-Clouds für die Logistik? Wir beantworten Ihnen diese und weitere Fragen, damit Sie mitreden können.

ERP heißt erst einmal nichts anderes als „Enterprise-Resource-Planning“ und bezeichnet somit den unternehmerischen Prozess, Ressourcen bedarfsgerecht und möglichst effizient zu planen und zu steuern. Durch ERP sollen die betrieblichen Abläufe und der damit verbundene Wertschöpfungsprozess optimiert werden. Gerade für produzierende Unternehmen ist ein gelungenes ERP existentiell, um alle für die Produktion benötigten Materialien in ausreichendem Umfang und zur richtigen Zeit vorzuhalten.

ERP in der Logistik

Doch auch in der Logistik ist ERP von immenser Bedeutung. Denn hier geht es darum, Lieferketten zu managen und Ressourcen, Kapazitäten und Prozesse genau zu kalkulieren. Da sich die heutigen Supply Chains über den gesamten Globus ziehen und zahlreiche Parteien involviert sind, sollte ERP und die damit verbundenen Systeme ein wichtiger Bestandteil des Supply Chain Managements (SCM) sein.

ERP-Systeme

Fälschlicher Weise wird ERP häufig synonym für ERP-Systeme verwendet. Doch während es sich bei dem einen um den betrieblichen Prozess an sich handelt, beinhaltet das andere die technische Umsetzung mittels IT-Lösungen. In der heutigen Geschäftswelt lässt sich ERP ohne technische Hilfsmittel kaum mehr realisieren. Daher finden sich zahlreiche System-Anbieter auf dem Markt, welche branchenspezifische Lösungen anbieten, um Abläufe zu optimieren.

Grundsätzlich sind ERP-Systeme in verschiedene Anwendungsmodule unterteilt, welche sich individuell auf das Unternehmen anpassen und kombinieren lassen.

Je nach…

… Branche,

… Unternehmensgröße,

… Funktionen, die unterstützt werden sollen (z.B. Logistik & Lager), sowie

… zum Einsatz kommende Technologien, die eingebunden werden müssen (z.B. Datenbanken, IT-Architektur),

unterscheiden sich die Systeme.

Ein passendes System sollte den gesamten zu planenden Geschäftsbereich abbilden und ggfs. weitere Parteien wie Tochterunternehmen oder Handelspartner mit einbinden können.

Vernetzung durch ERP-Clouds

Die Weiterentwicklung von Cloud-Technologien (mehr zu Cloud-Computing erfahren Sie hier) macht auch vor ERP-Systemen keinen Halt. Immer mehr Anbieter setzen auch auf webbasierte Produkte. Hierbei kann auch von extern auf das ERP-System zugegriffen werden, ohne die nötigen Programme lokal zu betreiben. Dies ermöglicht einen weltweiten Zugriff und erlaubt darüber hinaus die Einbindung von Kunden oder Lieferanten. Diese können mittels ERP-Cloud direkt in die Prozesse mit einbezogen werden, um z.B. Lieferungen zu terminieren oder Mengen anzupassen. Vorteile der Nutzung von ERP-Clouds sind die zügige und dadurch kostengünstigere Implementierung sowie die flexible Anwendung der Technologie.

Auch hybride Systeme erobern derzeit den Markt: Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus lokal betriebener Software und Elementen, die extern in einer Cloud angewendet werden können.

Cloud-Computing gewinnt an Akzeptanz

Eine aktuelle Umfrage unter 665 Kunden des Softwareherstellers abas belegt, dass Cloud-Computing durchaus an Akzeptanz gewinnt. Schlossen im Jahr 2015 64 Prozent der Befragten die Nutzung von Cloud-Technologien kategorisch aus, waren es 2017 nur noch 28 Prozent. Aus Sicht der Befragten müssen Anbieter jedoch viele Voraussetzungen erfüllen. So ist für 37 Prozent der abas-Kunden ein hybrider ERP-Betrieb zum Beispiel nur denkbar, wenn die unternehmensinternen Daten innerhalb der EU gehostet sind.

Auch wenn die Nutzung von Cloud-Technologien an Akzeptanz gewinnt, steckt die Nutzung von ERP-Clouds noch in den Kinderschuhen. Viele Unternehmen sind derzeit nicht bereit, sensible Daten aus der Hand zu geben. Fakt ist jedoch, dass die ERP-Systeme derzeit einem starken Wandel unterliegen und ERP 4.0 greifbare Realität wird.

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