Textillogistik-Kongress: Die wichtigsten Trends & Herausforderungen

0 Kommentare
Textillogistikkongress 2017 Lieferkette Herausforderungen TextillogistikBild: Pixaby / jarmoluk

Die Transformation zur Logistik 4.0, die Förderung von Transparenz und Nachhaltigkeit – Themen, die die Textillogistikbranche bewegen. Wir sprachen mit Hermes Regional Sales Manager Matthias Ammerschläger über Trends und Herausforderungen der Textillogistik.  

Zahlreiche Geschäftsführer und Logistik-Führungskräfte aus der Bekleidungsindustrie und dem Textilhandel sowie Logistikdienstleister und Spediteure trafen sich am 7. September beim Textillogistik-Kongress in Frankfurt am Main, um sich über die neuesten Trends und Entwicklungen  auszutauschen.

Neben weiteren Branchengrößen war auch Hermes Germany vor Ort. Der Hamburger Logistikspezialist war mit einem Team aus dem Bereich Supply Chain Solution anwesend und stellte seine Supply Chain Services für die Optimierung von Lieferketten vor.

Matthias Ammerschläger, Regional Sales Manager von Hermes Germany, war vor Ort und liefert Insights aus der Textillogistikbranche.

Bild: Copyright Thomas Fedra

Matthias Ammerschläger, Regional Sales Manager, (links) & Kollege Shaquille Petöffi, Agent Import Air & Export Air/Sales, von Hermes Germany beim Textillogistik Kongress 2017.

Herr Ammerschläger, was sind die aktuellen Trends in der Textillogistik?

Die Automatisierung durch Logistik 4.0-Technologien liegt im Trend. Roboter die nachts die Warenbestände prüfen, automatisierte Flurförderzeuge, die eigenständig Lagerware transportieren. Diese Technologien sind für die Branche sehr interessant und versprechen mehr Transparenz und die Verbesserung der Supply Chain Performance.

Der Boom im E-Commerce ist darüber hinaus nach wie vor ungebrochen. Um sich erfolgreich am Markt positionieren zu können, ist die Digitalisierung und die weitere Optimierung der Geschäftsprozesse essentiell. Der reibungslose und effiziente Austausch von Daten hat für viele Unternehmen der Textilbranche daher aktuell eine sehr hohe Priorität. Big Data-Lösungen werden z.B. sehr stark nachgefragt.

Ein weiterer Fokus liegt zudem in der Datengewinnung aus den sozialen Medien. Sowohl im Hinblick auf die Produkte selbst, die in Blogs oder auf anderen Kanälen bewerteten werden, als auch auf die Verbesserung der Logistik. Wird zum Beispiel ein Stau über ein soziales Netzwerk gemeldet, sollen die Daten in ein System eingespeist werden. Auf diese Weise – so der Wunsch der Branche – können Routen in Echtzeit angepasst und die Logistik effizienter gestaltet werden.

Wie wichtig ist vor dem Hintergrund von Initiativen wie der Greenpeace „Clean Cloth Campaign“ Nachhaltigkeit und Transparenz in der Supply Chain? Und wie spiegelt sich das bei einer Veranstaltung wie dem Textillogistik-Kongress wieder?

Lieferkettentransparenz und die Auswertung und Nutzung von Daten in Echtzeit liegen definitiv im Trend. Primär liegt der  Antrieb dabei in der Effizienzsteigerung und Optimierung der Lieferkette.

Ein Geschäftsmodell, welches aber in Richtung Nachhaltigkeit geht, ist das Thema Recycling. Immer mehr große Modeketten bieten Kunden z.B. Rabatte auf Neuware, wenn Sie Ihre alte Kleidung bei ihnen recyceln. Darüber hinaus gab es auf dem Textillogistik Kongress in diesem Jahr dahingehend jedoch nur wenige Ansätze.

Was sind Ihrer Meinung nach in den kommenden fünf Jahren die größten Herausforderungen für die Textillogistik?

Im Bereich E-Commerce ist nach wie vor das Durchhalten bzw. Mithalten mit den „Big Playern“ der Branche, wie Amazon oder Zalando, für viele Unternehmen eine große Herausforderung. Damit das gelingt, wird vermehrt an der Optimierung des Retourengeschäftes sowie der Verkehrslogistik gearbeitet.

Darüber hinaus ist es für die Branche extrem wichtig und wettbewerbsentscheidend, digital auf dem neuesten Stand zu bleiben. Dazu gehört es auch, zunehmend künstliche Intelligenz wie Roboter oder autonome Drohnen in die logistischen Prozess zu integrieren.

Zu guter Letzt muss noch die „Letzte Meile“ genannt werden, die für viele Textilanbieter nach wie vor einen großen Kostenfaktor darstellt und darüber hinaus zunehmend an Relevanz gewinnt. Die Verbraucher wünschen immer häufiger Same-Day-Delivery, weswegen die Nachfrage nach Logistikimmobilien in den Innenstädten groß ist. Die Errichtung kleiner Logistikcenter bzw. Depots im Innenstadtbereich gehört für die Branche in den kommenden Jahren ebenfalls zu den großen Herausforderungen.

HINTERLASSEN SIE GERNE IHRE MEINUNG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  • HERMES-BAROMETER

    Zweimal im Jahr erscheint unser Hermes-Barometer – eine Erhebung unter 200 Logistikentscheidern
    zu brennenden Fragen rund um das Thema Supply Chain Management. Unser aktuelles Hermes-Barometer

    „Trends im Supply Chain Management“
    stellen wir Ihnen hier gerne zur Verfügung.

    8. Hermes-Barometer

    Sie möchten die künftigen Hermes-Barometer automatisch erhalten? Dann abonnieren Sie diese hier.

    Barometer abonnieren



  • Wenn es eine Branche gibt, in der die Digitalisierung buchstäblich bis in den letzten Winkel reicht, dann ist es die Logistik. Lieferketten mit internationalen Herstellern, Zulieferern, Transporteuren und Kunden können durch digitale Lösungen bis ins Kleinste vernetzt werden  - und die Logistika READ ABOUT US

    STAY IN TOUCH!

    LATEST TWEETS

    Read all tweets

    Hermes Germany GmbH (SCS) © Copyright 2018, All Rights Reserved

    Scroll Up

    Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie die Seite weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Weitere Informationen

    Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

    Schließen