Vorteile eines aktiven Supply Chain Managements

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Vorteile Supply Chain Management (SCM) Foto: Fotolia / ©Fabien Nexon

Die Globalisierung der Lieferketten und eine wachsende Komplexität führen zu einem kontinuierlichen Bedeutungszuwachs von effizientem Supply Chain Management (SCM) für den Unternehmenserfolg. Doch wo setzt gutes SCM an? Und welchen Mehrwert liefert ein aktives SCM?

Während sich die Logistik überwiegend mit der Verbesserung des Güterflusses sowie güterbezogener Informationen befasst, optimiert und vernetzt gelungenes SCM die Material- und Informationsflüsse des gesamten Wertschöpfungsprozesses.

Inhalt von Supply Chain Management

SCM tangiert dadurch wesentlich mehr Unternehmensbereiche, als die klassische Logistik und ist grundsätzlich in drei verschiedenen Handlungsfeldern aktiv:

  • Informationen

Aufgabe des gelungenen SCM ist es, alle für den Wertschöpfungsprozess relevanten Informationen zu managen. Sowohl unternehmensintern, als auch unternehmensübergreifend. Ziel ist es, Mithilfe von Daten eine reibungslose Planung und Steuerung zu realisieren. Das SCM benötigt daher Zugriff auf alle Daten zu Auftragsprozessen, Lieferantenaufträgen, Lieferaktualisierungen, etc.

  • Produktion

Das SCM sollte darüber hinaus in alle Beschaffungs- und Produktionsprozesse eingebunden sein. Dies ermöglicht eine Abstimmung dieser und die Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen.

  • Finanzen

Auch der Zugriff auf Zahlungs- und Finanzierungspläne ist Teil des SCM.

Zusammenfassend lässt sich konstatieren: Informationen und deren Steuerung lösen Warenbewegungen aus, welche mit dem Finanzmittelfluss erfolgreich beendet werden. Diese drei Handlungsfelder gilt es im SCM aktiv zu gestalten, zu koordinieren und effizient miteinander zu vernetzen.

Ziel & Vorteile einer gesamtheitlich optimierten Supply Chain

Erklärtes Ziel ist die konsequente Ausrichtung des gesamten Wertschöpfungsprozesses an der Nachfrage des Verbrauchers bzw. des Kunden. Von der bedarfsgerecht steuerbaren Produktion bis hin zur angepassten Lieferkette: Alles soll maximal effizient aufeinander abgestimmt und miteinander verbunden sein. Dadurch lassen sich Kosten minimieren und Prozesse transparent gestalten. Die Vorteile einer ebenso optimierten Supply Chain sind unter anderem:

  • Konkrete Vorhersage des Bedarfs
    • Minimierung der Warenbestände entlang der Wertschöpfungskette
    • Senkung der Lagerkosten
  • Bedarfssynchrone Produktion und Belieferung
    • Erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit auf veränderte Nachfrage
  • Verkürzung von Prozesslaufzeiten und Lieferprozessen
    • Nähe zu Kunden & Trends
    • Vermeidung von „Ladenhüter-Produkten“

Voraussetzungen für ein gelungenes SCM

Um diese Ziele zu erreichen, ist eine unternehmensübergreifende Informationsarchitektur unabdingbar. Das SCM setzt dabei auf den Einsatz moderner Informationstechnologie wie ERP-Systeme, Cloud-s oder hybrider Systeme, wie ERP-Clouds. Diese haben den Vorteil, dass alle Prozessbeteiligten von jedem Standort der Welt auf die Daten zugreifen können. Darüber hinaus gibt es spezielle Supply Chain Management Software, die individuell an die Informationsbedürfnisse und Schnittstellen angepasst ist. SCM-Software wird meist in ERP-Systeme integriert oder als Add-on zur Steuerung von Teilbereichen eingesetzt.

Um diese integrierte Informationsverarbeitung zu realisieren, ist eine hohes Maß an Vertrauen unter den beteiligten Unternehmen nötig. Denn die Kooperations- und Handelspartner gewähren sich gegenseitig an verschiedenen Schnittstellen einen detaillierten Einblick in die eigenen Prozesse.

Beim Datenaustausch sollten alle Beteiligten grundsätzlich ehrlich und reaktionsschnell sein. Dafür braucht es verbindliche Prozessregeln und klare Verantwortlichkeiten. Denn die positiven Effekte stellen sich nur ein, wenn die Planung realistisch ist und Veränderungen wie Produktionsverzögerungen etc. zügig mitgeteilt werden.

Herausforderungen für die Zukunft

SCM hat sich längst zu einem zentralen Faktor für den Unternehmenserfolg entwickelt. Im Zuge der Digitalisierung und der damit verbundenen Möglichkeiten, wird dieser Aufschwung weiter anhalten.

Das Bewusstsein für den Mehrwert und die Notwendigkeit einer gemeinsamen Informationsarchitektur ist jedoch noch nicht bei allen Unternehmen angekommen. Dies belegt auch das aktuelle Hermes Barometer, eine Umfrage unter 200 Logistikentscheidern: Größtes Hindernis auf dem Weg zu einer transparenten Lieferkette ist demnach die fehlende Vernetzung mit Lieferanten und Handelspartnern sowie Kommunikationsprobleme zwischen den beteiligten Parteien. Hier gilt es, aktiv das Gespräch und den Austausch zu suchen.

Mehr als ein Drittel der Befragten gab darüber hinaus an, Sicherheitsbedenken im Hinblick auf das Teilen von unternehmensinternen Daten zu haben. Neben vertrauensfördernden Maßnahmen und rechtlicher Beratung sollte hier vor allem Wert auf eine sichere IT-Infrastruktur gelegt werden. Die Zunahme der vernetzten Schnittstellen führt zu einem erhöhten Sicherheitsrisiko für Cyberangriffe. Dies haben auch die Softwarehersteller erkannt und bieten zahlreiche Sicherheitslösungen für ERP-Systeme, Clouds etc. an.

Das sechste Hermes-Barometer zur „Transparenz in der Supply Chain“ können Sie hier herunterladen.

Eine Beispiel für gelungenes Supply Chain Management zeigen wir Ihnen in unserer aktuellen Case Study.

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    stellen wir Ihnen hier gerne zur Verfügung.

    7. Barometer

    Hermes-Barometers präsentiert die Ergebnisse einer Telefonbefragung unter 200 Logistikentscheidern deutscher Unternehmen.

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