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Cross-Border Fulfillment: Erfolgreiche Performance über Grenzen hinweg

von Redaktion

Der globale E-Commerce macht es möglich, weltweit Produkte anzubieten und Kund*innen zu gewinnen. Doch um nachhaltig vom Boom des Onlinehandels zu profitieren, brauchen Unternehmen mehr als nur eine gute Marketingstrategie. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor – und zugleich eine der größten Herausforderungen – ist das Fulfillment. Lesen Sie hier, was Händler*innen und Logistikverantwortliche beachten sollten, um die Abwicklung ihrer Cross-Border Logistik effizient und kostenschonend zu meistern.

Starkes Fulfillment – zufriedene Kund*innen

Das Jahr 2020 war für viele Unternehmen extrem herausfordernd. Dennoch gab es auch gute Nachrichten – Beispiel E-Commerce: Der Onlinehandel legte trotz oder sogar wegen der Corona-Pandemie weiter kräftig zu. Allein in Deutschland stieg der Brutto-Umsatz von Waren im E-Commerce um 14,6 Prozent, wie der Branchenverband BEVH mitteilte. Tendenz weiter steigend.

Eine vielversprechende Perspektive – auch für internationale Anbieter*innen, die neue Zielgruppen in Europa erschließen möchten. Doch in der Praxis sind einige Hürden zu überwinden. Wie lässt sich etwa der Versand sicher und kosteneffizient organisieren? Wo wird die Ware gelagert und wie gelangt sie zum Zielort? Nur wenn alle Prozesse bis ins letzte Glied der Kette sauber ineinandergreifen, verläuft die Logistik transparent und zügig – und die Kund*innen sind zufrieden.

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Direktversand oder lokales Fulfillment?

Welche Fulfillment-Strategie am besten geeignet ist, um das Cross-Border-Geschäft zu unterstützen, hängt unter anderem von den Kapazitäten und der Marktkenntnis eines Unternehmens ab. Gerade Markteinsteiger*innen sollten das Modell des sogenannten Direct Shipping prüfen. Dabei werden so weit wie möglich die Ressourcen im eigenen Land genutzt. Gleichzeitig übernehmen externe Logistikdienstleister*innen das Cross-Border Warehousing, kümmern sich um die Zollformalitäten, den Transport und die Zustellung auf der Letzten Meile. Für Markteinsteiger bietet dieses Vorgehen Vorteile: Sie können erst einmal testen, wie ihr Produkt im Zielmarkt ankommt. Läuft es gut, kann eine eigene Auslandsgesellschaft gegründet und in eine entsprechende Distributionsinfrastruktur investiert werden – dann jedoch mit wesentlich mehr Planungssicherheit.

Cross-Border Fulfillment: Kosteneffizienz, Transparenz und Flexibilität

Ob sich der internationale Versand für einen Online-Shop „inhouse“ stemmen lässt, hängt auch vom Volumen der Bestellungen ab. Unternehmen, die mehr als 10.000 Pakete pro Tag versenden, sind mit externer Fulfillment-Unterstützung gut beraten. Denn die manuelle Bearbeitung und Verpackung im eigenen Unternehmen ist aufwendig und fehleranfällig. Externe Dienstleister*innen können hier mit automatisierten Prozessen und digitalen Tracking-Lösungen punkten. Bei Nachfrage-Peaks können sie zudem schnell zusätzliche Kapazitäten anbieten.

Ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil ist darüber hinaus die effiziente Retourenabwicklung. Unternehmen, die über eine entsprechende Infrastruktur vor Ort verfügen, können Sendungen gesammelt zurückführen oder im besten Fall im Zielland lagern und neu verkaufen. Das ist nachhaltiger und wirtschaftlicher als eine Einzelrückführung ins Ursprungsland. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher achten schließlich auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Klima und Ressourcen. Im Bereich Fulfillment und Versand kann das auch bedeuten auf klimaneutrale Versandoptionen oder recycelbare Verpackungen zu setzen.

Cross-Border Logistik: Erfolgsfaktor Zeit

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor sind die Lauf- bzw. Lieferzeiten. Die großen Marktplätze haben hier längst neue Standards gesetzt und Onlineshopper*innen weltweit werden im Hinblick auf die Lieferzeiten immer anspruchsvoller. Unternehmen sollten daher prüfen: Gibt es die Möglichkeit, Warenlager in geografischer Nähe der Kund*innen zu nutzen? Können Versandwege verkürzt werden? Externe Logistikdienstleister*innen unterstützen Unternehmen, die ihre Waren in Europa verkaufen möchten, durch die enge Verzahnung von Fulfillment und Transport – mit deutlichen Effizienzvorteilen.

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