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Supply Chain Risk Management – Sechs Tipps für Ihre Lieferkette

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Supply Chain Risk Management

Unsplash/Taskin Ashiq

Innerhalb einer Lieferkette arbeiten Unternehmen mit zahlreichen Akteuren zusammen und sind auf reibungslose Prozesse angewiesen. Die Digitalisierung soll eine störungsfreie Abwicklung ermöglichen und die Transparenz erhöhen, sie birgt jedoch auch Gefahren und gilt als Einfallstor für Cyber-Angriffe auf die Supply Chain. Wir geben Ihnen sechs einfache Tipps, mit denen Sie Ihre Lieferkette sichern können.

Die automatisierte Sendungsverfolgung, die Verbesserung der Prognosen mittels Big Data und eine effizientere Materialbedarfsplanung Dank künstlicher Intelligenz – auch wenn derartige Szenarien für die Mehrheit der Unternehmen noch keine Praxis ist: Die Zukunft der Logistik ist digital und wird die Prozesse stark verändern.

Cyberkriminalität kostet weltweit Milliarden

In der digitalen Transformation steckt viel Potential, es gibt jedoch auch Gefahren: Aktuellen Schätzungen der Internet Society Online Trust Alliance (OTA) zufolge gab es im vergangenen Jahr weltweit mehr als zwei Millionen Cyber-Vorfälle. Laut des von der OTA veröffentlichten „Cyber Incident & Breach Trends Reports“ entstand dabei ein Schaden von 45 Milliarden US-Dollar. Die jüngsten Zahlen aus Deutschland stammen aus dem Jahr 2017: Laut Statista kosteten Cyber-Attacken in dem Jahr deutschen Unternehmen ca. 71,8 Millionen Euro. Der OTA-Report konstatiert: 95 Prozent der Vorfälle hätten mit einfachen Mitteln verhindert werden können.

Logistik 4.0: Sicherheitsrisiko Schnittstellen

Je weiter die Digitalisierung vorangeschritten ist und mit wachsender Größe des Netzwerks beteiligter Partner, wächst auch das Cyber-Risiko. Denn damit einher geht in der Regel auch ein Anstieg der Schnittstellen, also der Kommunikationsknotenpunkte an denen Informationen wie Kontaktdaten, Frachtbriefe oder Zolldokumente elektronisch übermittelt werden.

Das Software- und Beratungsunternehmens SNP Schneider-Neureither & Partner veröffentlichte kürzlich Zahlen, die belegen, dass Unternehmen die Anzahl der vorhandenen Schnittstellen häufig unterschätzen. Bei dem Scan eines Großkonzerns identifizierte das Softwarehaus demnach anstatt der vom Konzern angenommenen 2.500 Schnittstellen tatsächlich 11.000 Schnittstellen.

Tipps zur Absicherung Ihrer Supply Chain

Je zukunftsfähiger sich ein Unternehmen aufstellt, je mehr es in moderne Prozesse investiert, desto anfälliger für Cyberangriffe? Ja und nein, denn mit dem richtigen Supply Chain Risk Management können auch hochgradig digitalisierte Unternehmen ihre Lieferkette sicher managen. Einige Tipps haben wir für Sie zusammengestellt:

  1. Kennen Sie die Anzahl ihrer Schnittstellen. Sind diese identifiziert, können sie z.B. mit Hilfe von Firewalls gesichert werden.
  2. Legen Sie gemeinsam mit Ihren Partnern verbindliche Sicherheitsstandards und Protokolle fest. So sind die Kompetenzen klar geregelt und Unregelmäßigkeiten werden schneller erkannt.
  3. Prüfen Sie kritisch, welche Mitarbeiter Zugriffs- und Nutzungsrechte für sensible Daten haben und schränken Sie diese wenn möglich ein.
  4. Nicht erst mit Inkrafttreten der DSGVO sollten Sie prüfen, welche Daten gespeichert werden. Je weniger sensible Daten Sie speichern, verarbeiten und verbreiten, umso geringer die Gefahr der Entwendung oder missbräuchlichen Verwendung.
  5. Gefälschte Emails und Schwachstellen bei der Zugangskontrolle sind nach wie vor der häufigste Weg Krimineller in die Unternehmen. Aktualisieren Sie daher stets ihre Virenprogramme und Firewalls und überprüfen Sie in definierten Abständen Ihre Zugangsrechte. In diesem Zuge eine der wichtigsten Maßnahmen:
  6. Die konsequente Schulung der Belegschaft in Bezug auf Datensicherheit und Cyberkriminalität. Immer wieder versenden Mitarbeiter sensible Daten, als Antwort auf z.B. gefälschte Mails des Geschäftsführers. Klare Vorgaben und die regelmäßige Sensibilisierung der Belegschaft minimieren diese Gefahr.

Die Vernetzung zwischen den Lieferkettenpartnern, die Schaffung einer gemeinsamen Kommunikationsarchitektur, die Nutzung neuer Technologien – die Zukunft der Logistik und des Supply Chain Managements ist digital. Um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Unternehmen potentiell das Risiko eines Cyberangriffs erhöhen. Mit Hilfe eines fundierten Supply Chain Risk Managements können Unternehmen die Risiken jedoch stark minimieren. Wenn das interne Know-how dafür nicht gegeben ist, lohnt in jedem Fall die Konsultation eines externen Experten. Denn Lieferkettenunterbrechungen tangieren häufig nicht nur die eigenen Abläufe, sondern auch die der Supply Chain Partner – mit negativen Folgen für alle Beteiligten.

Den „2018 Cyber Incident & Breach Trends Report“ können Sie hier kostenfrei herunterladen.

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