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Weihnachtsgeschäft planen

Weihnachtsgeschäft: Tipps für eine effiziente Planung

von Redaktion

Das Weihnachtsgeschäft birgt aufgrund von Corona auch in diesem Jahr mehr Unsicherheiten als sonst: Unternehmen sind gut beraten, frühzeitig Daten zu analysieren, für ein strategisches Fulfillment zu sorgen und Logistikprozesse zu optimieren. Wir geben Tipps, wie sich Unternehmen auf die Herausforderungen zur Vorweihnachtszeit vorbereiten können.

Das vergangene Weihnachtsgeschäft bescherte deutschen Unternehmen rekordverdächtige Zahlen: Laut einer Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh)  lagen die Online-Umsätze im vierten Quartal 2020 um fast 24 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ob das saisonale Geschäft, das über den Erfolg eines Geschäftsjahres entscheidet, dieses Jahr ähnlich florieren wird, muss sich noch zeigen. Fest steht jedoch: Angesichts der Auswirkungen der Pandemie auf die Lieferketten und den internationalen Warenverkehr tun Unternehmen gut daran, frühzeitig mit den Vorbereitungen rund um das Weihnachtsgeschäft beginnen.

Wareneinkauf und Sortiment an Weihnachtsgeschäft anpassen

Nach dem nie dagewesenen Ansturm auf Online-Verkaufskanäle in der vergangenen Vorweihnachtszeit sollten sich Unternehmen auch dieses Jahr wieder auf eine erhöhte Nachfrage einstellen und Lagerbestände frühzeitig auffüllen. Die Pandemie ist noch nicht überwunden, zudem haben sich Nutzergewohnheiten nicht nur im Endkundenbereich, sondern auch im B2B-Handel, stark in Richtung E-Commerce verschoben.

Für ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft lohnt die strategische Überlegung, wie das eigene Sortiment erweitert bzw. optimiert werden kann. Erfahrungswerte und Daten aus den Vorjahren liefern eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Sortimentsaufstellung. Wer dabei auf ein professionelles Datenmanagement setzt, kann das in Daten enthaltene Wissen zielführend nutzen.

Berücksichtigt sollte bei der Beschaffung auch, dass es aufgrund von Corona-Auflagen, erneuten Krankheitsausbrüchen oder einer erhöhten Nachfrage zu Produktionsunterbrechungen und Lieferverzögerungen kommen kann. Unternehmen sind daher gut beraten, die Beschaffung mit mehr Vorlauf zu tätigen, auf eine präventive Risikostrategie zu setzen und darüber hinaus effektive Notfallmaßnahmen bereitzuhalten

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Fulfillment strategisch planen

Ein durchdachtes Fulfillment gilt als ein kritischer Erfolgsfaktor – insbesondere bei Nachfrage-Peaks. Unternehmen gewährleisten damit, dass sämtliche Prozesse nahtlos ineinandergreifen und sorgen für Qualität sowie Liefergeschwindigkeit. Eine smarte Fulfillment-Strategie beinhaltet unter anderem ein detailliertes Reporting, auf dessen Basis Unternehmen eigene Bestände optimieren können – mit dem Ziel, Out-of-Stock-Meldung sowie Ladenhüter zu vermeiden.

Unternehmen, die mehr als 5.000 bis 10.000 Warensendungen pro Tag abfertigen, sollten über eine externe Fulfillment-Lösung nachdenken. Erfahrene Logistikdienstleistende verfügen über ausreichend Kapazitäten, um eine erhöhte Nachfrage aufzufangen und arbeiten mit automatisierten Prozessen sowie digitalen Tracking- Lösungen. Hinzu kommt, dass sich ein automatisiertes Vorgehen gemeinhin als kostengünstiger und weniger fehleranfällig erweist als eine manuelle Bearbeitung im eigenen Warehouse.

Peak Management: Potenzial digitaler Technologien prüfen

Verstärkt durch die Pandemie, setzen Unternehmen zur Optimierung eigener Prozesse zunehmend auf digitale Technologien: Diese können gerade in Krisen- oder Peak-Zeiten für mehr Effizienz und Resilienz sorgen. So sind beispielsweise cloudbasierte Shopsysteme auf dem Vormarsch, da damit jederzeit zusätzliche IT-Ressourcen bereitstehen.

Die Relevanz einer digitalisierte Lieferkette nimmt stetig zu: So ist die Technologienutzung laut des 14. Hermes-Barometers zum Digitalen Wandel in der Supply Chain teilweise signifikant gestiegen. In der Praxis unterstützt bereits die gezielte Analyse von Big Data – einer Vielzahl von Informationen zur Fracht, zu Liege- bzw. Standortzeiten, zu Beständen und Routen – bei der Identifikation von Defiziten und Optimierungspotentialen sowie bei Forecastings. Cloudbasierte SCM-Plattformen ermöglichen unter anderem eine transparente Vernetzung und effizientere Kommunikation involvierter Lieferkettenpartner*innen. Zudem lassen sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge (IoT) beispielsweise Standortinformationen in Echtzeit mittels QR- bzw. Strichcode und die Produktidentifikation über RFID-Tags übermitteln.

Unternehmen, die neue Technologien zur Optimierung eigener Prozesse erwägen, sollten genau prüfen, welche IT-Trends sich für die eigene Lieferkette auszahlen. Sind zielführende Innovationen identifiziert, sollte eine zügige Implementierung und aktive Nutzung forciert werden, um zeitnah von dem Fortschritt und dem daraus resultierenden Wettbewerbsvorteil zu profitieren.

 

Das Weihnachtsgeschäft 2021 verspricht gute Chancen auf ein sattes Umsatzplus: Sofern sie der erhöhten Nachfrage nachkommen. Ein solides, auf validen Forecastings beruhendes Bestandsmanagement sowie ein effizientes Fulfillment sind hier wichtige Bausteine, um das eigene Potential vollends auszuschöpfen.

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