Social Commerce: So erschließen Sie neue Absatzmärkte

Social Commerce

Bild: Unsplash/Kate Torline

Dass der Anteil der mobile Online-Shopper wächst, ist bekannt – aber auch der Anteil der Käufer, die über soziale Plattformen Produkte für sich entdecken und direkt in den Warenkorb legen, steigt stetig. Unternehmen sind daher gut beraten, sich mit den entsprechenden Kanälen auseinanderzusetzen, um neue Vertriebswege zu erschließen.

China ist Vorreiter

China ist hochdigitalisiert: Mobile Payment und Mobile Shopping sind aus dem E-Commerce-Alltag nicht wegzudenken. Das Reich der Mitte gilt als Vorreiter in Sachen E-Commerce und so ist auch Social Commerce, also das Einkaufen auf oder initiiert durch Social-Media-Kanäle, längst fester Bestandteil einer jeden E-Commerce-Strategie. Für Unternehmen führt an der Mega-App WeChat, die Funktionen wie Social Media, E-Commerce und Payment vereint, sowie an anderen beliebten sozialen Netzwerken längst kein Weg mehr vorbei. Auch hierzulande nutzen Unternehmen zunehmend die Reichweite von Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook oder Pinterest für ihre E-Commerce Aktivitäten.

Social Commerce: Neue Absatzmärkte erschließen

Das Digital Commerce Magazin e-tailment veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem Start-Up Storyclash ein monatliches Social-Media-Ranking der E-Commerce-Unternehmen: Demnach konnten im Juni 2019 der Merchandising Anbieter EMP (erster Platz), gefolgt von Branchenriese Otto, die meisten Interaktionen auf Facebook, Instagram, Twitter und YouTube für sich verbuchen. Platz drei und vier belegten Douglas und IKEA. Eine Interaktion ist selbstredend noch kein Kaufvertrag, warum sollten Unternehmen also den Weg in die sozialen Netze gehen?

Im Social Commerce ist die Grenze zwischen Marketingaktivitäten und Handel fließend: Unternehmen pflegen nicht nur den Kontakt zu ihrer Zielgruppe und intensivieren somit die Kundenbindung und Wahrnehmung ihrer Marke in der Öffentlichkeit. Postings können direkt mit Produkten und Shops verknüpft werden. Damit Nutzer die im Post dargestellten Produkte oder Dienstleitungen direkt und bequem online beziehen können, entwickeln die Plattformen ständig neue Features. Für Händler und Unternehmen eröffnen sich damit neue Absatzmärkte.

Beispiel Instagram: Plattform kommerzialisiert sich

Dass Social-Media-Plattformen die Kommerzialisierung stark vorangetrieben haben, zeigt sich, wenn man auf die Entwicklung der vergangenen Jahre blickt. So hat zum Beispiel Instagram einen starken Wandel erlebt: Von der Foto-Plattform für Freunde und Familie zum Shopping-Tool für Trends. Der BOND-Report für Internet-Trends 2019 hat diese Entwicklung ansprechend aufbereitet:

 

Social Commerce Instagram
Quelle: BOND, Internet-Trends 2019.

 

Experten schätzen, dass Instagram weltweit von 1,5 Milliarden Menschen genutzt wird, in Deutschland soll die Plattform 18 Millionen Mitglieder haben. Und diese verfolgen nicht nur die Aktivitäten ihrer Freunde und Bekannten, sondern auch die von Influencern, Markenherstellern und Händlern. Das E-Commerce-Softwarehouse ChannelAdvisor fand zudem heraus, dass 80 Prozent der Instagram-Nutzer wenigstens einem Business-Account folgen. Unternehmen können dieses Potential für sich nutzen, indem sie auf dem eigenen Account oder durch ausgewählte Kooperationen mit Influencern ihre Produkte platzieren.

Shoppable Posts: Von der Plattform in den Warenkorb

Was Facebook und Pinterest bereits 2018 realisierten, ist seit einigen Monaten auch bei Instagram im Einsatz: Shoppable Posts. Mit Hilfe dieser Postings versehen Unternehmen ihre Inhalte in Sekundenschnelle mit einem Preisschild und einem Link. Interessierte Nutzer werden darüber direkt in den Shop oder zum Checkout des betreffenden Händlers geleitet.

Während bei Facebook und Instagram der Beitrag selbst das Shopping-Angebot ist, gibt es bei Pinterest den sogenannten „Shoppable Feed“ mit Produkten, die zu dem gesuchten Thema passen. Auch bei Pinterest werden die User mit wenigen Klicks bis zum Warenkorb geleitet.

Trend: Direct-to-Consumer

Der Trend geht immer mehr zu „direct-to-consumer“ – Unternehmen vertreiben ihre Produkte ohne den Umweg über Zwischenhändler direkt an Endkunden. Für Unternehmen, die eine junge Zielgruppe ansprechen beziehungsweise aus den Segmenten Mode, Accessoires oder Sportartikel kommen, ist dies der Weg der Zukunft. Auch für Unternehmen mit weniger „trendigen“ Produkten lohnt sich ein Account bei den einschlägigen Plattformen, um die eigene Zielgruppe aktiv anzusprechen und die Aufmerksamkeit auf die eigene Marke zu lenken. Wichtig ist dabei, die neuen Vertriebskanäle kontinuierlich mit neuen Inhalten zu bespielen und sich auf den unmittelbaren Kundenkontakt einzulassen.

 

Den BOND-Report für Internet-Trends 2019 können Sie hier kostenfrei einsehen.

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