E-Commerce: Handel ohne Strategie

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E-Commerce und Omnichannel Bild: Pixabay / StockSnap

Eine gute Handelsstrategie ist für den Unternehmenserfolg essentiell. Einen Kanal zu bedienen reicht längst nicht mehr aus, um auf dem Markt erfolgreich zu sein. Kunden wollen sich heutzutage über alle Kanäle informieren und einkaufen. Eine aktuelle Umfrage von Roland Berger zeigt jedoch, die breite Mehrheit der Unternehmen ist schlecht aufgestellt.
Für die Studie befragte die Unternehmensberatung rund 100 Handelsunternehmen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, mit dem Ergebnis, dass 80 Prozent der befragten Unternehmen aktuell über keine klare Kanal- und Omnichannelstrategie verfügen.

Beim Omnichannel-Ansatz geht es darum, eine Vielzahl von Vertriebskanälen zu nutzen, um mit dem Kunden in Kontakt zu treten und diesem ein nahtloses Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Im Detail bedeutet das, sowohl online z.B. in Form von

  • Onlineshops
  • auf Marktplätzen und Plattformen (Amazon, Ebay, Alibaba, etc.)
  • und mittels Handy-Apps

präsent zu sein, als auch offline, beispielsweise über Bestellhotlines oder Ladengeschäfte für den Kunden ansprechbar zu sein.

Herausforderung Omnichannel

„Omnichannel ist eine echte Herausforderung für die meisten Handelsunternehmen”, erklärt Roland Berger-Partner Tobias Göbbel die Ergebnisse. „Bei vielen Firmen ist die interne Digitalisierung von Strukturen, Kompetenzen, Prozessen und Kultur noch nicht weit genug fortgeschritten. Andere haben Defizite in ihren CRM-Systemen und beim Kundendatenmanagement. Beides sind aber zentrale Voraussetzungen, um dem Kunden über alle Kanäle hinweg ein positives Markenerlebnis anbieten zu können.” Der Studie zu Folge sind 78 Prozent der befragten Händler nicht in der Lage ihren Kunden eine alle Kanäle umfassende Einkaufserfahrung zu bieten. Darüber hinaus schätzen sieben von zehn Befragten ihre Kompetenz diesbezüglich als unzureichend ein.

„Firmen sollten interne Silos aufbrechen, die Abteilungen und Vertriebswege voneinander getrennt halten. Nur so kann sich ein kanalübergreifendes Denken etablieren und zum Unternehmenserfolg beitragen”, empfiehlt Tobias Göbbel.

 

Quelle: Roland Berger Research “Handel: Die Omnichannel-Lüge”

Globale Omnichannel-Strategie

„Der Druck auf die Unternehmen dürfte in den kommenden Jahren noch zunehmen“, prognostiziert Dr. Bardo Lehmann-Tolkmitt, Head of International Parcel Solutions bei Hermes Germany.

Aktuellen Prognosen zu Folge wird der Online-Handel weiter wachsen und seine zunehmend starke Stellung ausbauen – nicht nur national, auch international.
Eine gute Strategie ist hier essentiell, um sich gegen die wachsende Konkurrenz zu behaupten. Umso besser die nationale Handelsstrategie der Unternehmen, umso größer sind die Chancen für einen erfolgreichen Einstieg in den globalen E-Commerce. Denn das Interesse, online neue Märkte zu erschließen steigt stetig und immer mehr Unternehmen wagen den Schritt in den internationalen Handel.„In China werden europäische Marken und Produkte aktuell zum Beispiel sehr stark nachgefragt“, weiß Dr. Lehmann-Tolkmitt. „Wir bieten unseren Kunden daher Full-Service Lösungen an, die ihnen den Einstieg in den globalen Handel erleichtern.“

Neben dem Aufbau einer nationalen Omnichannel-Strategie sollten Unternehmen auch die wachsenden Möglichkeiten des globalen Handels berücksichtigen und ggf. externe Dienstleister bei der Umsetzung konsultieren.

 

Welche Auswirkungen das chinesische E-Commerce-Event „Singles‘ Day“ auf die Logistik hat, lesen Sie hier.

Die komplette Umfrage “Handel: Die Omnichannel-Lüge” von Roland Berger können Sie hier kostenfrei herunterladen.

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