Unterschätzter Wettbewerbsvorteil: Supply Chain Monitoring

SCM Monitoring

Unsplash/sergio souza

Die Supply Chain ist für viele Unternehmen ein wichtiger Kostenfaktor – birgt aber auch großes Sparpotential. Vier gute Gründe, mehr in Ihr SC-Monitoring zu investieren.

Kostentreiber Supply Chain

Lieferketten werden immer globaler, segmentierter und komplexer, sollen jedoch auch zunehmend flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren können. Eine immense Herausforderung, bedenkt man neben internen auch die zahlreichen externen Faktoren, wie politische Konflikte, Naturkatastrophen oder unvorhersehbare Ereignisse, wie der Ausbruch des Corona-Virus, die die Supply Chain Planung erschweren können.

Unvorhergesehene Verzögerungen und Engpässe kosten Unternehmen viel Geld – trotzdem wird die Supply Chain nur selten einem ganzheitlichen Monitoring unterzogen. Dabei ist ein detailliertes SC-Monitoring der erste Schritt, eine Kostenexplosion entlang der Lieferkette zu vermeiden.

Vier gute Gründe für das Supply Chain Monitoring

Das Monitoring selbst ist per Definition kurzfristig angelegt. Es überwacht Prozesse möglichst in Echtzeit und verfolgt das konkrete Ziel, Fehlentwicklungen sofort zu erkennen und Alarm zu schlagen, um Entscheidern die Möglichkeit zu geben, Probleme zeitnah zu lösen. Darüber hinaus kann diese „Erste-Hilfe-Einheit“ der Supply Chain gleichzeitig wichtige Daten und Einsichten liefern, die dem Unternehmen auch mittel- und langfristig zur Optimierung dienen.

Verbesserte Reaktionszeiten

Die Liste für Fehlerquellen entlang der Lieferkette ist endlos. Staus, Warenengpässe, spezielle Wetterlagen, Personalknappheit, technische Ausfälle können die logistischen Prozesse behindern, verzögern oder gar unterbrechen und damit immense Kosten verursachen. Nur Unternehmen, die in Echtzeit verfolgen, was innerhalb ihrer Supply Chain vor sich geht, können zeitnah reagieren, um Probleme zu lösen und Lieferkettenunterbrechungen zu verhindern.

Software-Lösungen wie z.B. eine spezielle Supply Chain Software verarbeiten dabei die zahllosen Daten und identifizieren Fehlentwicklungen bereits in der Entstehung. Sobald die Daten einen definierten Toleranzbereich verlassen, kann das System reagieren – sei es durch Mitarbeiter oder automatisierte Abläufe mittels KI oder IoT-Anwendungen. In diesem unmittelbaren Optimierungspotential des Einzelfalls steckt das direkte Sparpotential des SC-Monitorings.

Kostentransparenz in der SC

Die Kosten einer gesamten Supply Chain sind schwer zu ermitteln. Über klassische Kostenstellenrechnungen ermittelte Logistikkosten stimmen in der Regel nicht mit den tatsächlichen Gesamtkosten der Supply Chain überein, wie eine Expertenrunde gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft Emporias ermittelt hat. Die vorhandenen Sparpotentiale entlang der Supply Chain sind leichter zu identifizieren, wenn die Kosten transparenter und weniger pauschal ermittelt werden. Dank des SC-Monitorings können Unternehmen ihre Datenlage verbessern und so die Kosten transparenter ausweisen.

Optimiertes Controlling

Ein gutes Monitoring kann darüber hinaus die Basis für ein verbessertes Controlling liefern. Dabei muss das Monitoring die Daten nicht für das Controlling auswerten. Allerdings hilft es Unternehmen, wenn benötigte Daten schon zu Beginn für die Weiterverwendung korrekt erhoben und klassifiziert werden. Während mindestens ein Viertel der Unternehmen – bei Großunternehmen sogar ein Drittel – noch Nachholbedarf bei der Erhebung der Daten hat, ist auch in Unternehmen mit vollständigem Monitoring der Datentransfer vom Monitoring zum Controlling oft unausgereift, so eine Studie von Emporias.

Bessere Forecastings

Zur Optimierung von Forecastings benötigen Unternehmen zuverlässige Statistiken und Daten. Werden automatisierte Systeme mit ausreichend vielen und qualitativ hochwertigen Daten „gefüttert“, können sie die Erfahrungswerte menschlicher Mitarbeiter ersetzen oder sogar übertreffen. Hier kann das Monitoring den Kreis schließen und sich quasi selbst zuarbeiten: Eine kontinuierliche Datenermittlung eröffnet dem Monitoring dann nicht nur die kurzfristige Handlungsfähigkeit, sondern hilft, die Toleranzwerte, mit denen die Monitoring-Software operiert, stetig zu verfeinern.

SCM-Monitoring

Das Monitoring aller Entwicklungen entlang der Supply Chain in Echtzeit ist der Einstieg in eine effizientere Supply Chain Planung. Bei der Erhebung der Daten und der Verarbeitung mittels einer Monitoring-Software sollte bereits auf die Integrierbarkeit der Daten für zeitlich nachrangige Unternehmensbereiche wie das Controlling geachtet werden. Auf diese Weise schöpft das Monitoring sein Potential voll aus und realisiert über seine positiven, kurzfristigen Einzelerfolge hinaus den Grundstein für die mittel- und langfristige Optimierung von Kosten, Prozessen und Prognosen.

 

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