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Business Intelligence: Clevere Tools für die Supply Chain

von Redaktion

Sie möchten Ihr Supply Chain Management einfacher und effizienter gestalten? Sie wünschen sich mehr Transparenz und schnelle Analysen, um jederzeit fundierte Entscheidungen treffen zu können? Dann könnte die Integration von Business-Intelligence-Tools der richtige Weg sein. Erfahren Sie, wie das in der Praxis aussehen kann und wie Sie mithilfe branchengerechter BI-Lösungen Ihren geschäftlichen „IQ“ verbessern.

In unserem ersten Teil zum Thema BI im Supply Chain Management haben wir bereits berichtet, dass BI Ihnen die Möglichkeit bietet, alle verfügbaren Daten zusammenzuführen, zu visualisieren und zu interpretieren. Im zweiten Teil unserer Reihe, steht nun die praktische Anwendung von BI-Lösungen im Fokus.  

Mit BI komplexe SC-Prozesse managen

Business Intelligence steht hoch im Kurs bei Verantwortlichen in Transport und Logistik. Das Hauptargument: Moderne BI-Tools ermöglichen jederzeit den Zugriff auf die genauesten und aktuellsten Informationen – eine wesentliche Voraussetzung, um die zunehmend komplexen Supply-Chain-Prozesse effizient zu managen. Und: Viele der unzähligen Rohdaten, die jeden Tag in den Lieferketten anfallen, werden durch Business Intelligence erst in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht. Genau dieses Mehr an Verständnis kann den Vorsprung im Wettbewerb bedeuten.

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Von Data Warehouse bis Self-Service Analytics

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl möglicher Systeme: von der einfach zu bedienenden Open-Source-Software für BI-Einsteiger bis zur komplexen All-in-One-Lösung für große Unternehmen. Wichtige Funktionen sind dabei unter anderem visuelle Datenanalysen, Self-Service Analytics, Ad-hoc-Berichte, interaktive Dashboards, Predictive Analytics sowie automatisierte Reporting-Optionen. Doch was verbirgt sich konkret hinter diesen Features?

Beispiel Datensammlung: Müssen relevante Informationen bislang mühsam aus verschiedenen Datenbanken, ERP- und CRM-Systemen zusammengetragen werden, ermöglichen moderne BI-Lösungen die unkomplizierte Integration und Zusammenführung aller Datenquellen in ein zentrales sogenanntes „Data Warehouse“. Dieses ermöglicht Unternehmen jederzeit eine umfassende und plattformübergreifende Analyse durchzuführen – und das nicht nur von ausgewiesenen IT-Spezialist*innen. Innovative Self-Service-Analysetools verfügen über benutzerfreundliche Drag & Drop Oberflächen, mit denen auch Logistikentscheider*innen ohne Spezialkenntnisse selbstständig komplexe Datensätze analysieren und erfolgskritische Unternehmensfragen ad-hoc beantworten können. Predictive Analytics wiederum erlaubt es Unternehmen, aus großen historischen und aktuellen Datenmengen Zusammenhänge, Muster und Trends zu extrahieren und auf dieser Basis entsprechende Vorhersagen zu treffen.

Echtzeit-Dashboards: Abweichungen sofort erkennen

Zu den „BI-Highlights“ in der praktischen Anwendung zählt ohne Zweifel das Echtzeit-Dashboard. Es bietet einen schnellen, ständig aktualisierten Überblick über die Ereignisse in einem Liefernetzwerk. Je nach Bedarf kann die Supply Chain dabei als Ganzes oder eine Reihe von Einzelprozessen betrachtet werden.

So lassen sich beispielsweise Daten zu Flotten, Auslastung, Ladezeiten und Auslieferung in Echtzeit aktualisieren und grafisch darstellen. Dabei besteht die Möglichkeit, gezielt Abweichungen zu beobachten und das Dashboard so einzurichten, dass es in diesem Fall Alarm schlägt. Ein Beispiel: Für Dienstag ist eine Lieferung an einen Industriekunden avisiert. Bis Montag, 15 Uhr, wird diese jedoch nicht wie geplant einer bestimmten Transporteinheit zugewiesen. Das System meldet die Abweichung, wodurch die Verantwortlichen sofort Maßnahmen ergreifen können, um die Verspätung aufzuholen und die Kund*innen am Ende zufriedenzustellen.

Transparente Waren- und Finanzströme

Das BI-Dashboard hilft darüber hinaus, Fehler kurzfristig zu beheben und Prozesse dauerhaft zu optimieren. So erkennt es beispielsweise, ob eine Lieferung von einem bestimmten Absender an einen bestimmten Ort im Durchschnitt länger dauert als vergleichbare Touren. Durch die Umstellung auf eine schnellere Route oder eine andere Quelle können Zeit und Kosten eingespart werden. Stichwort Finanzen: Bis ins kleinste Detail lassen sich per BI-Dashboard auch Transport- und Logistikausgaben darstellen und analysieren. So werden frühzeitig Trends erkennbar, die sich negativ auf die Rentabilität auswirken. Das Unternehmen kann gegensteuern bzw. alternative Strategien entwickeln und vor der Implementierung virtuell im System testen.

Welches BI-Tool ist das richtige für Ihre Supply Chain?

Welches BI-Tool für die eigene Supply Chain das richtige ist, hängt von den individuellen Anforderungen und Möglichkeiten ab. Welche Daten sind relevant – und welche Features vielleicht überflüssig? Wie kann BI in die vorhandene IT-Landschaft eingebunden werden? Wie groß ist mein Budget? Und wie kann ich Mitarbeitende und Management für die Potentiale von BI sensibilisieren? Dies sind nur einige der Fragen, die es vor einer Implementierung zu klären gilt.

Grundsätzlich sollte das gewählte BI-Tools über einige Standards verfügen: Dazu gehört unter anderem die Konnektivität – neben Zugriffsmöglichkeiten auf verschiedene Datenbanken, Text-, Excel- und XML-Dateien bieten BI- und Analytics-Werkzeuge zunehmend auch die Möglichkeit, mit spezifischen Anwendungen wie Salesforce zu arbeiten. Funktionen für Datenfilter, Visualisierungen sowie Dashboard- und Report-Design gehören ebenso zu den „Must-haves“ wie entsprechende Sicherheitsmechanismen.

Gut beraten ist an dieser Stelle, wer verschiedene Angebote vergleicht und sich im Zweifelsfall Unterstützung von Fachleuten holt. Dann steht der intelligenten Analyse und Steuerung der Supply Chain mit Business Intelligence nichts mehr im Wege.

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