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Peak Management – Nachfragespitzen erfolgreich managen

von Redaktion

Ob Weihnachtsgeschäft, E-Commerce-Events oder saisonale Schwankungen: Sowohl im B2C- als auch im B2B-Handel sind Nachfrage-Peaks keine Ausnahme. Doch stellt die erhöhte Nachfrage gesteigerte Anforderungen an Logistik und Fulfillment. Wir geben Tipps, wie Sie Ihr Peak Management erfolgreich aufstellen – und Ihr Potenzial heben.

Agilität in der Supply Chain sicherstellen

Um von Nachfragespitzen zu profitieren und Kund*innen nachhaltig zufriedenzustellen, ist ein optimiertes Peak Management unerlässlich. Ziel aller Aktivitäten sollte es sein, einen reibungsarmen Ablauf aller Supply Chain Prozesse zu gewährleisten. Für Nachfragespitzen heißt dies konkret, dass Unternehmen ihre Abläufe schnell und flexibel an veränderte Rahmenbedingungen anpassen können müssen. Eine gewisse Agilität, sei es im Hinblick auf die Lagerhaltung, die Nutzung von Frachtkapazitäten oder bei der Auswahl der Verkehrsträger, ist eine wichtige Voraussetzung, um Nachfragespitzen zu bedienen und konkurrenzfähig zu wirtschaften. „Ein agiles Prozessmanagement sollte neben den reinen Supply Chain Prozessen auch stets die Personalplanung beinhalten“, sagt Ralf Boelicke, Head of Strategic Sales bei Hermes International, einem Geschäftsbereich von Hermes Germany.

Forecastings in der Logistik

Ob saisonale Schwankungen oder Events wie der Black Friday – Unternehmen sollten ihre Kapazitäten stets auf Basis verlässlicher, im besten Fall datenbasierter Forecastings planen. Gerade die großangelegte Auswertung vorhandener Daten mittels Big Data kann Verantwortliche hier effizient und kostenschonend unterstützen.

Sind verlässliche Forecastings nicht gegeben, sollten sich Unternehmen so flexibel wie möglich auf unterschiedliche Szenarien einstellen: Personal- und Frachtkapazitäten, aber auch Equipment und IT-Ressourcen sollten zu einem hohen prozentualen Anteil flexibel einsetzbar sein. „Ein solches Peak Management verursacht natürlich erhebliche Kosten“, weiß Ralf Boelicke und rät dazu, auf eine Mischung aus zuverlässigen Forecasts und Erfahrungswerten zu setzen, um Nachfragespitzen erfolgreich und kosteneffizient zu bedienen.

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Effizientes Bestandmanagement als Wettbewerbsvorteil

Auch im Bereich des Bestandsmanagements sollten Logistikverantwortliche für Peak-Zeiten vorsorgen. In der Vergangenheit setzten viele Unternehmen auf eine schlanke Produktion und eine Reduktion von Lagerbeständen. Das Führen von Sicherheitsbeständen „Just-in-Case“ galt aufgrund höherer Lagerkosten eher als Gewinnhemmnis.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie mit ihren zahlreichen Auswirkungen auf den globalen Warenverkehr, sichert ein fundiertes Bestandsmanagement inkl. einer durchdachten Bevorratung jedoch die Geschäfts- und Lieferfähigkeit. Eine, idealerweise auf präzisen Forecastings beruhende Bevorratung ist daher (nicht nur) unter den aktuellen Bedingungen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. „Zu sagen das Just-in-Time ausgedient hat, wäre sicher zu weit gegriffen“, sagt Ralf Boelicke „Es gilt vielmehr, die richtige Balance zu finden – zwischen größtmöglicher Absicherung auf der einen und der Vermeidung von Kosten auf der anderen Seite.“ Der Einsatz innovativer Technologien kann Verantwortliche hier maßgeblich unterstützen – und Kosten sparen.

Smarte Lagerhaltung und Diversifikation: Lieferfähigkeit sicherstellen

Um im Falle von Nachfragepeaks die Lieferfähigkeit sicherzustellen, ist eine smarte Lagerhaltung vorteilhaft. Es gilt keineswegs nur darum, nachgefragte Produkte vorzuhalten, auch der Lagerstandort ist in Zeiten verknappter Transportkapazitäten ein wichtiger Erfolgsfaktor. „Es kann sinnvoll sein, stark nachgefragte Produkte in Pufferlagern an verschiedenen Standorten bereitzuhalten, um eine schnelle Belieferung der eigenen Kund*innen zu ermöglichen“, sagt Ralf Boelicke.

Generell ist die Diversifikation auch bzw. gerade in nachfragestarken Zeiten eine sinnvolle Methode, um Lieferengpässe zu vermeiden. Logistikentscheider*innen sollten darauf achten, die Abhängigkeit von einzelnen Akteuren zu minimieren. Sei es im Hinblick auf Lagerstandorte, Zulieferbetriebe oder Verkehrsmittel und -wege. „Vor allem in der aktuellen Zeit, mit ihren diversen Einschränkungen sollten Unternehmen stets Alternativen bereithalten, um handlungsfähig zu bleiben“, bestätigt Boelicke. 

Peak Management für bessere Unternehmensperformance

Ein strategisches und ganzheitliches Peak Management beugt nicht nur Engpässen und Lieferverzögerungen vor. Eine pünktliche Zustellung der Waren erhöht zusätzlich die Kund*innenzufriedenheit und führt im Umkehrschluss zu einer verbesserten Unternehmensperformance. Verantwortliche sollten daher über einen gut ausgestatteten Maßnahmenkatalog sowie eine transparente Lieferkette verfügen, um schnell und agil auf eine verstärkte Nachfrage reagieren und auch in unruhigen Zeiten den Wünschen der Kundschaft nachkommen zu können.

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