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Studie: Pandemie unterstreicht Relevanz von SCRM

von Redaktion

Gleich zwei Studien beleuchten die Auswirkungen der Pandemie auf die Lieferketten und den internationalen Warenverkehr – mit unterschiedlichen Fragestellungen und interessanten Ergebnissen. Diese haben wir für Sie aufbereitet.

Supply Chain Risikomanagement: Vier von zehn Unternehmen ohne Strategie

Für die Studie „Expect the Unexpected – Die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels bei der Gestaltung der Supply Chain“ hat das Herchenbach Supply Chain Institut Entscheider*innen aus dem Bereich Supply Chain Management befragt. Im Zentrum der Untersuchung stand die Identifikation von Erfolgsfaktoren zur resilienten Ausgestaltung der Lieferkette.

Dabei wurde offenbar, dass aktuell lediglich 40 Prozent der befragten Unternehmen über eine Strategie für den Umgang mit Disruptionen in der Lieferkette verfügt.

Präventive Supply Chain Risk-Maßnahmen könnten die Unternehmensperformance jedoch nachhaltig steigern, so eines der Ergebnisse der Studie: Demnach erzielen 41 Prozent der Unternehmen ohne Supply Chain Risikomanagement (SCRM) eine niedrigere Leistung bei der Bewältigung von Krisensituationen. Dies gilt im Gegenzug lediglich für vier Prozent der Unternehmen mit einer SCRM-Strategie.

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Optimiert Supply Chain Performance

Doch welche SCRM-Maßnahmen sind besonders wirksam? Auch dieser Frage gingen die Studienautor*innen nach. Als besonders wirksam stuften die Supply Chain Verantwortlichen mit einem guten Krisenmanagement kurzfristig verfügbare modulare Lagerstrukturen, vertraglich vereinbarte Lagerkapazitäten sowie lokales bzw. Multi-Region-Sourcing ein.

Entscheidend sind jedoch keine Einzelmaßnahmen. Vielmehr sei ein Katalog verschiedener präventiver und reaktiver Maßnahmen ratsam, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern – so die Studie.

Neun von zehn Unternehmen beklagen Produktionsunterbrechungen

Der „Interos Annual Global Supply Chain Report“ des Softwareunternehmens Interos hat 900 leitenden IT-, IT-Sicherheits- und Beschaffungsentscheider*innen aus Unternehmen in den USA und der EU zu den Auswirkungen der Pandemie auf ihre Lieferkette befragt.

Demnach war in den vergangenen zwei Jahren etwa die Hälfte der globalen Lieferketten (51 Prozent) von der Pandemie betroffen. Acht von zehn der Betroffenen (89 Prozent) berichten von Unterbrechungen bei der Produktion. Zudem gaben fast alle der Befragten (94 Prozent) gaben an, dass sich ihr Umsatz aufgrund von Unterbrechungen in der Lieferkette negativ entwickelt hat. „Unsere Umfrageergebnisse unterstreichen die wachsende Bedeutung einer operativ belastbaren Lieferkette in der heutigen global vernetzten Welt”, sagt Jennifer Bisceglie, CEO von Interos.

Risikoprävention und Transparenz in der SC rückt in den Fokus

Die Pandemie hat gezeigt, wie gefährdet globale Lieferketten sind. Daher glaubt die Hälfte der Befragten, dass die Sicherheit und die Widerstandsfähigkeit der eigenen Lieferkette in zwei Jahren die oberste Geschäftspriorität ihres Unternehmens haben wird. Diese Priorisierung spiegelt sich auch in der Häufigkeit wider, mit der sich die Vorstände treffen, um mögliche Risiken zu thematisieren.  So gaben 78 Prozent der Studienteilnehmer*innen an, dass sich ihre Vorstände mindestens einmal pro Monat mit diesem Thema befassen.

Die Relevanz eines fundierten SCRM wächst. Die Studien zeigen einmal mehr, dass eine gute Risikostrategie Teil eines modernen Supply Chain Managements sein sollte. Nur so können Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig erhalten und nachhaltig steigern.

 

Die gesamte Studie „Expect the Unexpected – Die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels bei der Gestaltung der Supply Chain“ des Herchenbach Supply Chain Instituts können Sie nach Eingabe Ihrer Kontaktdaten kostenfrei hier einsehen.

Zu dem „Interos Annual Global Supply Chain Report“ erhalten Sie hier kostenfreien Zugang.

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