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Tourenmanagement via App: „Trauen Sie Ihren Mitarbeitern die digitale Transformation zu“

von Redaktion

Dass die Digitalisierung einer Lieferkette trotz aller Vorteile mit einem enormen Aufwand verbunden ist, ist bekannt. Ein Use Case von Hermes International, einem Geschäftsbereich von Hermes Germany, zeigt nun jedoch, dass auch die Digitalisierung einzelner Prozesse bereits enorme, positive Auswirkungen auf die Supply Chain haben kann.

Die eigenen Netzwerkmanager gaben im Hause Hermes International den Startschuss: Sie wollten die Aufnahme und Verarbeitung der Trucking Informationen im europäischen Netzwerk effizienter gestalten und die Prozesse transparenter abbilden.

Optimierung des Tourenmanagements

Die bis dahin genutzte Methode stützte sich auf die Pflege von Excellisten, in welche die europäischen Standorte ihre Trucking Daten einpflegten. Auch wenn diese zentral gehostet wurde und somit alle Beteiligten die Daten einsehen konnten, war das Vorgehen ineffizient und aufgrund eines fehlenden User Managements (Berechtigungskonzepts) auch datenschutzrechtlich zwar konform einsetzbar, aber im Hinblick auf den Handlingaufwand nicht mehr zeitgemäß.

Eine digitale, sichere und effiziente Methode sollte die alten Prozesse ablösen, so der Wunsch der Kollegen. Hermes International entschied sich daraufhin, das Tourenmanagement mit Hilfe einer zentral gesteuerten Web-App zu optimieren und auf digitale Füße zu stellen.

Wir sprachen mit Tobias Latta, Product Owner Operations bei Hermes International, über die Umsetzung des Projektes und die Learnings für die weitere Praxis.

 

Herr Latta, Sie waren von Beginn an in das Projekt involviert. Welche Lösungen zur Optimierung der Trucking Informationen standen im Raum? Weshalb hat sich Hermes schließlich für die Realisierung einer Web-App entschieden?

Im Zuge der digitalen Transformation war es uns wichtig ein Tool zu entwickeln, das nicht nur unseren Anforderungen zur Optimierung der Tourenmanagements entspricht, sondern auch die Möglichkeit bietet, es ständig weiter zu entwickeln. Die Entscheidung für die Web-App fiel uns daher relativ leicht. In erster Linie war es eine Entscheidung für eine digitale Lösung, die uns künftig die Möglichkeit bietet, weitere digitale Tools zu implementieren und effizient zu nutzen.

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Wie sind Sie vorgegangen? Was waren die ersten Schritte?

Für mich ist bei der Digitalisierung von Prozessen vor allem eines wichtig: Das digitale Werkzeug soll Probleme lösen, ohne neue zu schaffen.

Zu Beginn des Projektes lag die Priorität daher darauf, zu erkennen, welche Prozesse wir mit Hilfe der App konkret verbessern möchten und wie wir die vorhandenen Probleme (zum Beispiel fehlende Transparenz, langsame Verarbeitung) lösen können. Darauf aufbauend war ein ständiger Austausch mit den letztendlichen Nutzern (den Netzwerkmanagern) wichtig, um das Ziel der Problemlösung nicht aus den Augen zu verlieren.

 

Wie ist das Tourenmanagement nun aufgestellt? Welche Prozesse konnten optimiert werden? Bzw. welche Vorteile ergeben sich für die Praxis?

Das Tourenmanagement ist nun schlank und vernetzt. Wir haben darüber hinaus die Kommunikation und die Validierung verbessern können.

Durch die Nutzung des neuen Tools konnten wir Verbesserungspotential aufdecken, welches wir nun sukzessive heben. Aktuell befinden wir uns daher in einer kontinuierlichen Verbesserungsschleife.

 

Die Belegschaft hat die App sehr gut angenommen, eine mobile Anwendung ist in der Planung. Welche Bedeutung hat Ihrer Meinung nach die Einbindung der Kolleg*innen für den Erfolg des Projektes?

Richtig. Im Augenblick arbeiten wir noch an einer reactive Web-App, die für mobile Zwecke optimiert ist. Eine native Mobile-App wird in einem letzten Schritt unser Produktportfolio ergänzen.

Die Einbindung der Kollegen hat für uns von Hermes International eine sehr große Bedeutung. Nur so konnten wir ein Produkt entwickeln, das für die Praxis einen echten Mehrwert bietet. Unserer Meinung nach fordert die Digitalisierung dies auch ein, denn die digitale Lösung muss zu den Anforderungen des Users passen. Da die Kollegen die Anforderungen selbst am besten kennen, war es für uns unverzichtbar, sie direkt mit einzubinden.

 

Durch das modulare Entwicklungsdesign der App ist es möglich, diese an sich wandelnde Anforderungen anzupassen. Ist künftig auch der Einsatz bei Ihren Kunden denkbar, z.B. in Ergänzung zu Ihrer Supply Chain Software?

Alleine schon die Design-Unterschiede einer B2E-App zu einer B2C- oder B2B-App sind dramatisch. Es sind darüber hinaus ein zusätzlicher Support und ein noch detaillierteres Rollenkonzept notwendig. Der Aufwand ist sehr hoch, weswegen eine direkte Anwendung beim Kunden bisher noch nicht geplant ist.

 

Mit der Erfahrung aus diesem Projekt: Was raten Sie Unternehmen, die Teile ihrer Supply Chain digitaler aufstellen möchten?

Es ist wichtig die Endnutzer des Produktes an Bord zu wissen und eine gewisse Problemlösungskompetenz in- oder extern zur Verfügung zu haben.

Ich persönlich bin darüber hinaus ein Freund eines MVP-Ansatzes: Erst einmal ein minimal funktionierendes Produkt auf die Beine stellen und dieses Stück für Stück weiterentwickeln und an die sich ergebenden Anforderungen anpassen. Darüber hinaus würde ich Unternehmen raten, die Digitalisierung zu nutzen und: Trauen Sie Ihren Mitarbeitern die digitale Transformation zu! Sie haben ja sowieso keine andere Wahl. 😉

 

Herr Latta, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Dass die Digitalisierung einer
Lieferkette trotz aller Vorteile mit einem enormen Aufwand verbunden ist, ist
bekannt. Ein Use Case von Hermes International, einem Geschäftsbereich von
Hermes Germany, zeigt nun jedoch, dass auch die Digitalisierung einzelner
Prozesse bereits enorme, positive Auswirkungen auf die Supply Chain haben kann.

Die eigenen Netzwerkmanager gaben im
Hause Hermes International den Startschuss: Sie wollten die Aufnahme und
Verarbeitung der Trucking Informationen im europäischen Netzwerk effizienter
gestalten und die Prozesse transparenter abbilden.

 

Optimierung des Tourenmanagements

Die bis dahin genutzte Methode stützte
sich auf die Pflege von Excellisten, in welche die europäischen Standorte ihre Trucking
Daten einpflegten. Auch wenn diese zentral gehostet wurde und somit alle
Beteiligten die Daten einsehen konnten, war das Vorgehen ineffizient und
aufgrund eines fehlenden User Managements (Berechtigungskonzepts) auch
datenschutzrechtlich zwar konform einsetzbar, aber im Hinblick auf den
Handlingaufwand nicht mehr zeitgemäß.

Eine digitale, sichere und effiziente
Methode sollte die alten Prozesse ablösen, so der Wunsch der Kollegen. Hermes
International entschied sich daraufhin, das Tourenmanagement mit Hilfe einer
zentral gesteuerten Web-App zu optimieren und auf digitale Füße zu stellen.

Wir sprachen mit Tobias Latta, Product Owner Operations bei Hermes International, über die Umsetzung des Projektes und die Learnings für die weitere Praxis.

Herr Latta, Sie waren
von Beginn an in das Projekt involviert. Welche Lösungen zur Optimierung der
Trucking Informationen standen im Raum? Weshalb hat sich Hermes schließlich für
die Realisierung einer Web-App entschieden?

Im Zuge der digitalen Transformation war es uns wichtig ein Tool
zu entwickeln, das nicht nur unseren Anforderungen zur Optimierung der
Tourenmanagements entspricht, sondern auch die Möglichkeit bietet, es ständig
weiter zu entwickeln. Die Entscheidung für die Web-App fiel uns daher relativ
leicht. In erster Linie war es eine Entscheidung für eine digitale Lösung, die
uns künftig die Möglichkeit bietet, weitere digitale Tools zu implementieren
und effizient zu nutzen.

 

tobias-latta
Tobias Latta, Product Owner Operations bei Hermes International.

Wie sind Sie
vorgegangen? Was waren die ersten Schritte?

Für mich ist bei der Digitalisierung von Prozessen vor allem eines
wichtig: Das digitale Werkzeug soll Probleme lösen, ohne neue zu schaffen.

Zu Beginn des Projektes lag die Priorität daher darauf, zu
erkennen, welche Prozesse wir mit Hilfe der App konkret verbessern möchten und
wie wir die vorhandenen Probleme (zum Beispiel fehlende Transparenz, langsame
Verarbeitung) lösen können. Darauf aufbauend war ein ständiger Austausch mit
den letztendlichen Nutzern (den Netzwerkmanagern) wichtig, um das Ziel der
Problemlösung nicht aus den Augen zu verlieren.

Wie ist das
Tourenmanagement nun aufgestellt? Welche Prozesse konnten optimiert werden?
Bzw. welche Vorteile ergeben sich für die Praxis?

Das Tourenmanagement ist nun schlank und vernetzt. Wir haben
darüber hinaus die Kommunikation und die Validierung verbessern können.

Durch die Nutzung des neuen Tools konnten wir Verbesserungspotential
aufdecken, welches wir nun sukzessive heben. Aktuell befinden wir uns daher in
einer kontinuierlichen Verbesserungsschleife.

Die Belegschaft hat die
App sehr gut angenommen, eine mobile Anwendung ist in der Planung. Welche
Bedeutung hat Ihrer Meinung nach die Einbindung der Kolleg*innen für den Erfolg
des Projektes?

Richtig. Im Augenblick arbeiten wir noch an einer reactive Web-App,
die für mobile Zwecke optimiert ist. Eine native Mobile-App wird in einem
letzten Schritt unser Produktportfolio ergänzen.

Die Einbindung der Kollegen hat für uns von Hermes International
eine sehr große Bedeutung. Nur so konnten wir ein Produkt entwickeln, das für
die Praxis einen echten Mehrwert bietet. Unserer Meinung nach fordert die Digitalisierung
dies auch ein, denn die digitale Lösung muss zu den Anforderungen des Users passen.
Da die Kollegen die Anforderungen selbst am besten kennen, war es für uns
unverzichtbar, sie direkt mit einzubinden.

Durch das modulare
Entwicklungsdesign der App ist es möglich, diese an sich wandelnde
Anforderungen anzupassen. Ist künftig auch der Einsatz bei Ihren Kunden
denkbar, z.B. in Ergänzung zu Ihrer Supply Chain Software?

Alleine schon die Design-Unterschiede einer B2E-App zu einer B2C-
oder B2B-App sind dramatisch. Es sind darüber hinaus ein zusätzlicher Support
und ein noch detaillierteres Rollenkonzept notwendig. Der Aufwand ist sehr
hoch, weswegen eine direkte Anwendung beim Kunden bisher noch nicht geplant ist.

Mit der Erfahrung aus
diesem Projekt: Was raten Sie Unternehmen, die Teile ihrer Supply Chain
digitaler aufstellen möchten?  

Es ist wichtig die Endnutzer des Produktes an Bord zu wissen und eine
gewisse Problemlösungskompetenz in- oder extern zur Verfügung zu haben.

Ich persönlich bin darüber hinaus ein Freund eines MVP-Ansatzes:
Erst einmal ein minimal funktionierendes Produkt auf die Beine stellen und
dieses Stück für Stück weiterentwickeln und an die sich ergebenden
Anforderungen anpassen. Darüber hinaus würde ich Unternehmen raten, die  Digitalisierung zu nutzen und: Trauen Sie Ihren
Mitarbeitern die digitale Transformation zu! Sie haben ja sowieso keine andere
Wahl. 😉

Herr Latta, wir danken
Ihnen für das Gespräch.

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