Digitalisierung der Supply Chain: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Digitalisierung SCM

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Digitalisierte Unternehmen sind laut einer jüngst veröffentlichten PwC-Studie in der aktuellen Pandemie-Situation klar im Vorteil. Logistikentscheider, die jetzt in ihre digitale Zukunft starten möchten, sollten jedoch nicht in Aktionismus verfallen. Eine klare Strategie und definierte Ziele bilden die Basis, für die Digitalisierung ihrer Supply Chain. Wir haben prominente Fehler gesammelt, damit Sie diese auf Ihrem Weg zur Logistik 4.0 umgehen können.

Digitale Vorreiter können schneller und agiler auf disruptive Veränderungen der Supply Chain, wie die aktuelle Corona-Pandemie, reagieren – so das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten PwC-Studie. Doch benötigen viele Entscheider gar keine neuen Argumente für die Digitalisierung ihrer Supply Chain. Sie fragen sich vielmehr, wie die digitale Transformation im eigenen Unternehmen vorangetrieben werden kann. Sollten direkt ganze Unternehmensbereiche transformiert werden oder ist es auch zielführend, mit der Digitalisierung eines einzelnen Prozesses zu beginnen? Häufig fehlen Beispiele aus der Praxis, an denen sich die Unternehmen orientieren und von denen sie lernen können.

In unserem Beitrag „Logistik 4.0: Neue Technologien im SCM implementieren“  haben wir bereits Anregungen gegeben, wie Sie neue Technologien im Unternehmen einsetzen können. Nun haben wir die wichtigsten Fehlerquellen im Rahmen eines Digitalisierungsprojektes zusammengetragen. Diese gilt es zu meiden, damit die digitale Transformation gelingt und Sie Ihr Unternehmen erfolgreich in die digitale Zukunft führen.

Logistik 4.0: Diese vier Kardinalfehler gilt es zu meiden

  • Unklare Zielsetzung

Ihre Ziele sollten ebenso wie der Weg, den Sie beschreiten wollen, klar definiert sein und entsprechend kommuniziert werden. Denn ohne eine klare Vision, eine Strategie und definierte Milestones läuft ein Transformationsprojekt Gefahr auszuufern. Sprich: Es wird teuer und könnte in der Folge bereits eingestellt werden, bevor es an Substanz gewonnen und einen Mehrwert für das eigene Unternehmen geschaffen hat.

  • Fehlende Change Kommunikation

Die Digitalisierung einzelner Prozesse oder kompletter Unternehmensbereiche geht mit einem großen Wandel einher: Neue Abläufe müssen erprobt, neue Prozesse etabliert und der Umgang mit neuen Technologien erlernt werden. Entscheider sollten sich darauf einstellen, dass diese Veränderungen nicht bei allen Beteiligten positiv aufgenommen werden. Umso wichtiger sind daher ein transparentes Vorgehen und eine offene Kommunikation, die den Nutzen und die Notwendigkeit der geplanten Veränderungen betont. Das Wissen um die einzelnen Transformationsschritte und deren Auswirkungen auf den Arbeitsalltag minimieren mögliche Ängste und Unsicherheiten unter den Mitarbeitern.

Um das Projekt zu einem langfristigen Erfolg zu führen, sollten Entscheider die gesamte Belegschaft einbinden: Auch die Führungsebene (das sogenannte C-Level) muss hinter dem Projekt stehen und diese Haltung aktiv nach Außen tragen.

  • Mangelnde personelle und/oder finanzielle Ressourcen

Ein Transformationsprojekt zu realisieren, muss nicht zwingend viel Geld Kosten. Entscheider sollten sich jedoch bewusst sein, dass sie neben einem finanziellen Puffer die zeitlichen Ressourcen ihrer Mitarbeiter für das Gelingen des Projektes benötigen. So braucht es nicht nur die IT-Abteilung für eine erfolgreiche Umsetzung. Auch die Mitarbeiter, die das neue System oder die Technologie nutzen werden, sollten mit einbezogen werden. Ihr Knowhow in Bezug auf die Praxisanforderungen ist gefragt, um Ziele zu definieren und Schwachstellen zu identifizieren. Die Ideen der Mitarbeiter an der Basis sind besonders wertvoll, denn sie wissen häufig am Besten, in welchen Bereichen digitale Unterstützung sinnvoll ist und wie diese praktisch aussehen sollte.

  • Mitarbeiter alleine lassen

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter nicht mit der neuen Situation alleine. Abteilungsübergreifende Teams sorgen dafür, dass alle Mitarbeiter am Wandel beteiligt und Silos aufgebrochen werden. Nicht selten entstehen dadurch wertvolle Impulse für die gesamte Unternehmensperformance.

Neben der bereits angesprochenen Change Kommunikation während des Prozesses, sollte nach der erfolgreichen Implementation daher die Schulung der Mitarbeiter und die Vermittlung digitaler Kompetenzen im Fokus stehen. Wenn Ihre Mitarbeiter das neue System oder die neue Technologie nutzen und deren Mehrwert erleben, erhöht dies die Erfolgsprognose Ihres Projektes immens.

Fazit

Es braucht eine klare Strategie, um erfolgreich in die Logistik 4.0 zu starten und die oben genannten Fehler zu vermeiden. Und statt direkt den großen Wurf zu landen, kann auch die Umsetzung kleinerer Projekte gewünschte Erfolge liefern – und den Weg für größere Projekte ebnen. Eine Kommunikation über alle Ebenen hinweg legt darüber hinaus einen existentiellen Grundstein für den langfristigen Erfolg Ihres Transformationsprojektes.

 

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