Singles Day 2019: Strategische Logistikplanung zahlt sich aus

Singles Day

Unsplash/Kendall Henderson

Am 11. November ist es wieder so weit: Der Singles Day, der umsatzstärkste Tag der Welt, lockt E-Shopper mit zahllosen Angeboten und treibt die Gewinnmargen der Händler in die Höhe. Im Hintergrund arbeiten Logistikdienstleister auf Hochtouren, um die bestellten Waren in alle Welt – insbesondere nach China – zu liefern.

Singles Day – Popularität wächst

Vor wenigen Jahren war der Singles Day noch ein rein chinesisches Event. Ursprünglich diente der zu Beginn der 1990er Jahre von chinesischen Studenten ins Leben gerufene Aktionstag übrigens einem nur wenig kommerziellen Zweck: Es wurde das Single-Dasein gefeiert.

2009 initiierte der E-Commerce Riese Alibaba den 11. November dann erstmalig als Shopping Event, das längst zu einem weltweiten Ereignis geworden ist. Denn auch außerhalb Chinas wird der Singles Day von Online-Händlern begangen – mit großem Erfolg. Am Double 11, wie der Singles Day ebenfalls gerne genannt wird, starten zunehmend weltweit Verkaufsevents. Zudem bieten immer mehr internationale Händler ihre Produkte auf einer der chinesischen Cross-Border Plattformen an.

 Rekordumsätze in China

Bereits vor dem Black Friday und Cyber Monday (Ende November und Anfang Dezember) versetzt der größte Online-Shopping-Tag der Welt die Kunden in einen Kaufrausch. 2018 bescherte dieser Alibaba nach eigenen Abgaben einen Rekord-Umsatz in Höhe von rund 28 Milliarden US-Dollar – innerhalb von 24 Stunden, insgesamt stieg der Umsatz um 27 Prozent an.

Der auch für internationale Händler zugängliche Alibaba-Marktplatz Tmall generierte dabei innerhalb der ersten zwei Minuten satte 1,27 Milliarden Euro Umsatz. Und auch der Alibaba-Konkurrent JD.com konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr steigern: Von 16,8 Milliarden Euro auf 20,4 Milliarden Euro.

Wachsende Zahl der Cross-Border Sales

Eine wachsende Zahl der Cross-Border Sales bedeutet für die hiesigen Logistikanbieter ein enormes Paketaufkommen. Vier von zehn Alibaba-11/11-Kunden kauften im vergangenen Jahr Produkte bei einem der fast 19.000 teilnehmenden ausländischen Händler. Sportbekleidung, Schreibwaren, Hygieneartikel sowie Babynahrung und Windeln waren im vergangenen Jahr wieder unter den Top-Sellern. „Grundsätzlich steigt die Nachfrage nach westlichen Produkten in allen Bereichen“, weiß Christian von Papen, Head of World Parcel Operations bei Hermes International, einem Geschäftsbereich von Hermes Germany. Auch Luxusartikel werden zunehmend nachgefragt, denn die konsumfreudige chinesische Mittelschicht, mit aktuell mehr als 300 Millionen Menschen, wächst. Das zeigt sich auch in konkreten Wachstumszahlen: Laut Angaben der chinesischen Zollbehörde erreichten zwischen Januar und Oktober 2018 die Cross-Border-Einzelhandelsimporte fast zehn Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 53,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Singles Day – Herausforderung für die Logistik

Doch was die Händler freut, ist für die Logistik echte Schwerstarbeit, die einer präzisen Peakplanung bedarf. Grundsätzlich sei es wichtig, auf Basis verlässlicher Forecasts zu arbeiten. Alle relevanten Variablen zu identifizieren, sei jedoch kaum realisierbar bzw. sehr kostenintensiv.  Entscheider sollten sich daher auf 80 Prozent der wichtigsten Größen konzentrieren und diese planen, rät von Papen, der seit Jahren in die Planung des 11/11 involviert ist. „Ein Peak kommt immer anders als man denkt“.

Schnelle Zustellung ermöglichen, lokale Kunden überzeugen

Amazon hat weltweit neue Standards an die Lieferdauer gesetzt und so fordern auch die chinesischen Plattformen Tmall oder JD.com inzwischen die Zustellung der Waren innerhalb von zwei Wochen nach dem Kauf. Bei einem Direktversand von Europa ist Eile geboten. „Es kann ratsam sein, stark nachgefragte Produkte bereits vor dem 11. November in Pufferlagern in China bereitzuhalten, um so eine schnellere Zustellung zu ermöglichen“, berichtet von Papen aus der Praxis. Denn die Anforderungen chinesischer Kunden sowohl an die Laufzeiten als auch den Service steigen. Negative Rezensionen aufgrund von Lieferverzögerungen, können sich Händler auf dem wettbewerbsintensiven chinesischen Markt nicht erlauben.

Eine strategische Logistikplanung ist ein klarer Wettbewerbsvorteil, denn um den 11/11 ist das Paketaufkommen Richtung Asien immens. Die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern wie Hermes International kann vor diesem Hintergrund ratsam sein. In den vergangenen Jahren konnte der Hamburger Logistikdienstleister die Herausforderungen des Double 11 stets erfolgreich meistern. Auch für den Singles Day 2019 stehen die Vorbereitungen vor dem Abschluss – so dass sich Kunden in aller Welt wieder über die pünktliche Zustellung ihrer 11/11-Angebote freuen dürfen.

Sie möchten mehr zur Optimierung Ihrer Cross-Border Logistik lesen? Hier finden Sie vier Tipps für den grenzenlosen Versand.

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