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Unsplash/Lucas van Oort

Studie: So reagieren B2B-Unternehmen auf Lieferkettenstörungen

von Editorial Office

Deutsche Unternehmen sind auch im ersten Quartal 2022 massiv von Supply Chain Störungen und den daraus resultierenden Folgen betroffen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von ECC Köln in Zusammenarbeit mit Creditreform. Doch sind sich die befragten Unternehmen des Handlungsbedarfes bewusst und haben bereits Maßnahmen für eine resilientere Supply Chain auf den Weg gebracht. Erfahren Sie hier, wie B2B-Unternehmen auf Disruptionen in ihrer Supply Chain reagieren.

Neun von zehn Unternehmen mit Störungen der Lieferkette

Neben der grundsätzlichen Beurteilung der wirtschaftlichen Lage, befragten der ECC Köln und Creditform 126 Großhändler*innen und Hersteller*innen zum Thema B2B-Lieferketten. Dabei offenbarte sich das Ausmaß der Lieferkettenstörungen: Demnach sahen sich im Verlauf der vergangenen 12 Monate mehr als 90 Prozent der Befragten mit Beeinträchtigungen ihrer Supply Chain konfrontiert. Bei knapp der Hälfte der Befragten (47 Prozent) sind insbesondere fehlende Produkte und Materialien sowie logistische Engpässe Auslöser von Problemen. Mit Folgen: 66 Prozent der Teilnehmenden gab an, dass ihre Kund*innen Auswirkungen der Lieferverzögerungen zu spüren bekamen.

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Maßnahmen zur Sicherung der Lieferfähigkeit

Die Krisenlage bewegt Unternehmen zum Aufbau von mehr Resilienz in ihrer Lieferkette: Acht von zehn Unternehmen planen der Umfrage zufolge aktiv Maßnahmen gegen die Beeinträchtigungen oder haben diese bereits auf den Weg gebracht.

Im Fokus steht für 78 Prozent die Diversifikation. Bereits 41 Prozent haben auf neue oder zusätzliche Lieferanten gesetzt, 38 Prozent auf eine breitere geografische Verteilung. Die Erhöhung der Lagerhaltung oder größere Bestellmengen sind weitere Maßnahmen, mit denen Krisen zukünftig abgefedert werden sollen.

Weitere Maßnahmen für mehr Resilienz in der Supply Chain geplant

Gestärkt durch die eingeleiteten Maßnahmen prognostizieren 80 Prozent der Befragten für das eigene Unternehmen eine Entspannung der Lieferkettensituation innerhalb des nächsten Jahres. Die Mehrheit sieht jedoch weiterhin Handlungsbedarf: Drei Viertel der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen weiterreichende Maßnahmen ergreifen muss, um künftig gegen Lieferkettenstörungen gewappnet zu sein.

Aktive Supply Chain Strategien sichern die Unternehmenszukunft

Das Ergebnis zeigt deutlich, wie Krisen zu Disruptionen globaler Liefernetzwerke führen können und wie sehr diese Störungen alle Teile der Lieferkette bis hin zu den Endverbraucher*innen beeinflussen.

Ein strategisches Supply Chain Management inklusive eines ganzheitlichen Supply Chain Riskmanagements gewinnt vor diesem Hintergrund einmal mehr an Bedeutung. Unternehmen, die ihre Lieferkette aktiv auf Resilienz ausrichten, sichern sich gegen künftige Krisen ab und bauen Wettbewerbsvorteile gezielt aus.

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