So profitiert Ihr Supply Chain Management von der Cloud

scm cloud

Unsplash/Shaah Shahidh

Cloud-Anwendungen gewinnen während der weltweiten Pandemie weiter an Bedeutung: Unternehmen verlagern ihre Daten, Anwendungen und Speicherplatz zunehmend in das Internet – insbesondere das Supply Chain Management (SCM) profitiert von dieser Entwicklung.

Wer sich strategisch darauf einstellt, sorgt für mehr Transparenz und Agilität in der Lieferkette, um angemessen auf unerwartete Ereignisse reagieren zu können – und beschleunigt die weitere Technologiesierung im Unternehmen. 

Komplexe Warenströme, steigende Kundenanforderungen, kürzere Produktlebenszyklen: Die Logistik stellt Unternehmen vor vielfältige Herausforderungen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie ihr SCM ständig optimieren – von der Produktion über die Distribution bis zur Zusammenarbeit mit Kunden. Die Corona-Pandemie setzt Unternehmen weiterhin unter Druck: Sie sind mehr denn je darauf angewiesen, schnell auf Veränderungen in der Lieferkette zu reagieren.

Zahlreiche Logistikentscheider haben bereits erkannt, dass leistungsstarke Cloud-Anwendungen eine wichtige Basis bilden, um den wachsenden Anforderungen des SCM gerecht zu werden, die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen zu stärken sowie neue Technologien bestmöglich zu nutzen. Das veranschaulicht das 13. Hermes-Barometer, eine aktuelle Umfrage des Logistikdienstleisters Hermes Germany zum Thema „Transparenz in der Supply Chain“. Demnach ist die Nutzung von Cloud-Lösungen im Vergleich zu 2017 um 13 Prozent gestiegen.

Ortsunabhängig auf Daten zugreifen

Die Verlagerung von Supply Chain Prozessen auf Cloud Plattformen, wie zum Beispiel einer cloudbasierten SCM-Software, bietet gegenüber Vorgängen, die auf lokalen Servern laufen, einen entscheidenden Vorteil: Zugangsberechtigte können jederzeit und von jedem Ort der Welt auf die Daten zugreifen. Dies ist nicht nur für global agierende Unternehmen, die mehrere Tochterunternehmen und Geschäftsbereiche besitzen, vorteilhaft.

Dank mobiler Anwendungen können selbst Mitarbeiter im Lager oder in der Produktion, die wenig Zeit am Schreibtisch verbringen, laufend Informationen weitergeben und damit zur raschen Optimierung von Abläufen beitragen. In der Cloud werden sämtliche Lieferkettendaten, die elektronisch zwischen dem Unternehmen, Zulieferern und Kunden ausgetauscht werden, an einem zentralen Ort zusammengeführt. So wird die unkomplizierte Verbindung verschiedener Supply Chains sowie die permanente Kontrolle bzw. Steuerung logistischer Prozesse ermöglicht.

Von Transparenz in Echtzeit profitieren

Unternehmen, die ihre Daten in die Cloud migriert haben, können in allen Bereichen des Supply Chain Managements von Transparenz in Echtzeit sowie von einer vereinfachten und effizienteren Kommunikation profitieren. Von der Auftragsbearbeitung über Zuliefererkapazitäten bis zu Warnmeldungen bei kritischen Statusänderungen erhalten Sie mit cloudbasiertem SCM einen aktuellen und detaillierten Überblick über sämtliche Prozesse. Als Logistikentscheider sind Sie jederzeit imstande, auf der Basis neuester Informationen fundierte Entscheidungen zu treffen.

Logistik 4.0: Technologien optimal und verstärkt nutzen

Die Verlagerung von Daten, Anwendungen und Rechenleistungen in das Internet unterstützt Unternehmen darüber hinaus dabei, neue Technologien nachhaltiger einzusetzen. Letztere sind für 75 Prozent der Entscheider, die im Rahmen des 13. Hermes-Barometers befragt wurden, von signifikanter Bedeutung, um bei künftigen Krisen über eine widerstandsfähige Lieferkette zu verfügen.

Ein Beispiel dafür ist die Nutzung von Big Data: Die großen Datenmengen lassen sich durch die Cloud optimal auswerten und weiterverarbeiten, da auf sämtliche Informationen in einer Supply Chain zugegriffen werden kann. Das Ergebnis ist eine breite Datenbasis, die Unternehmen bei der strategischen Logistikplanung unterstützt.

Eine Studie des US-amerikanischen Beratungsunternehmens ABI Research kündigt für 2021 eine deutlich  beschleunigte Adaptation von Technologien entlang der gesamten Lieferkette an. Diese soll sich vor allem auf Software und Hardware für die Automatisierung von Fahrzeugen, Robotik, Künstlicher Intelligenz und Machine Learning sowie Blockchain-Anwendungen und Computer-Vision-Systemen beziehen.

Verbesserte Kommunikation in der Lieferkette

Mit Cloud Computing haben Sie zudem die Möglichkeit, große Datenmengen zu konsolidieren und besser zu managen. Die Datenwolke passt sich auch hinsichtlich der Größe und des Volumens schnell an Veränderungen an – und begünstigt damit das weitere Wachstum und die Skalierbarkeit Ihrer Lieferkette.

Vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang, dass in cloudbasierten Systemen neue Anwender einfach und schnell hinzugefügt werden können – und sollten. Denn besonders effektiv und kostensensitiv arbeiten Unternehmen mit der Cloud, wenn diese über Unternehmensgrenzen hinweg genutzt wird. Dies schafft Transparenz und ermöglicht den involvierten Partnern, agil auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren. Durch die Möglichkeit, ein klar definiertes Berechtigungskonzept zu erarbeiten, können die jeweiligen Akteure nur auf die für sie relevanten Daten zugreifen. Dies ist gerade vor dem Hintergrund verschärfter Datenschutzrichtlinien ein wichtiger Aspekt.

Mit Cloud Computing Supply Chain Kosten senken

Die Notwendigkeit Lieferkettenkosten zu senken, ist während der globalen Pandemie für viele Unternehmen ein Top-Thema. Cloud Computing bietet hier klare Vorteile: Durch die Cloud lassen sich Personalkosten reduzieren und IT Ressourcen schonen. Im Gegensatz zu On-Premises Lösungen, die in lokalen Rechenzentren betrieben werden, ist die Verwaltung von cloudbasierten SCM-Lösungen einfacher und günstiger. Es entstehen weniger Kosten für die Wartung und das Update von Soft- und Hardware, da die Ressourcen des Cloud Dienstleisters genutzt werden. Unternehmen zahlen für die Nutzung meist eine monatliche oder jährliche Abonnementgebühr.

Cloud: Zentraler Baustein für Resilienz und den digitalen Wandel

Cloud Computing kann das moderne Supply Chain Management maßgeblich unterstützen. Die Technologie erweist sich als ein zentraler Baustein, um die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen zu erhöhen und besser für Ereignisse, die globale Supply Chains künftig bewegen werden, gerüstet zu sein. Logistikentscheider sollten die Datenwolke als wertvolles Tool sehen, mit dem sie flexibel auf veränderte Anforderungen und Innovationen reagieren können. Doch um die vielseitigen Vorteile für das SCM optimal zu nutzen, sollte der Schritt in die Cloud gut geplant und in die Unternehmensstrategie einbezogen werden. Damit stellen Unternehmen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft.

Das vollständige 13. Hermes-Barometer zum Thema „Transparenz in der Supply Chain“ können Sie kostenfrei hier einsehen.

 

ÄHNLICHE BEITRÄGE

Scroll Up